m Rahmen des Themas „Jugend und politische Partizipation“ beschäftigten wir uns im vergangenen Schulhabjahr unter anderem mit Petitionen. Wir erarbeiteten die Zielsetzung, die Erstellung sowie die Durchführung von Petitionen, wodurch unser Interesse geweckt wurde und wir die Chance sahen, unsere Ideen in die Politik einzubringen. Folglich beschlossen wir, eine eigene Petition zu starten. Gemeinsam entwickelten wir die Idee, die Petition „Kostenloses Busfahren mit der KVG“ zu starten. Ein paar Tage, nachdem wir diese online gestellt haben, erhielten wir bereits erste Stimmen und Rückmeldungen. So kam es, dass Max Dregelies, der umweltpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, auf uns aufmerksam wurde und uns zu Gesprächen ins Rathaus einlud.

Am 02.03.2020 ging es daher ins Kieler Rathaus, um mit verschiedenen Mitarbeiter*innen der Stadt über die Möglichkeiten des kostenlosen Busfahrens in Kiel und der Mobilität im Allgemeinen zu diskutieren. Hierbei begleiteten uns die Lehrkräfte Frau Wille und Herr Nold. Nach einer kleinen Einführung und Vorstellung durch Max Dregelies, der die Haltung der SPD zu diesem Thema aufzeigte, hatten wir ein Gespräch mit Frau Bonow, der ÖPNV-Beauftragten der Stadt Kiel. Sie erklärte uns, wie die KVG funktioniert und wie sich die Fahrpreise zusammensetzen. Von ihr haben wir auch erfahren, wie die aktuelle Lage zum Thema Stadtbahn aussieht und was in Sachen des kostenlosen Nahverkehrs realisierbar ist. Frau Bonow erklärte uns, dass die Gegebenheiten, um etwas in dem Bereich zu verändern, derzeit so günstig wie noch nie zuvor sind. Danach haben weitere Mitarbeiter*innen des Rathauses einen tieferen Einblick in die Strukturen der Kieler Kommunalpolitik gegeben und uns motiviert, mit unseren Vorschlägen und Ideen zu einem Ortsbeirat in Kiel zu gehen, um dort mit den Beiratsmitgliedern darüber zu diskutieren und unsere Ideen einzubringen. Der Junge Rat, vertreten durch Emma Louisa Döhler und Ivo Baltjan, war ebenfalls anwesend und berichtete über bisherigen Aktionen und weitere Pläne. Außerdem haben sie uns zu ihrer Sitzung eingeladen, um dort konkreter einen Antrag zu kostenlosem Busfahren in Kiel zu planen: Die Geschichte geht also weiter! Zum Schluss hatten wir dann noch ein Gespräch mit Frau Treutel, der Bürgermeisterin von Kiel und Ratsfrau Schubert über die allgemeine Finanzlage von Kiel. Durch diese wurde uns aufgezeigt, weshalb es so schwierig ist, teure Projekte zu finanzieren. Für uns war dies ein sehr lehrreicher und interessanter Tag und wir möchten uns noch einmal bei allen bedanken, dass sie sich Zeit für uns genommen haben und uns viel erklärt haben.

(Benita Behringer 11a)