Die Toni-Jensen-Gemeinschaftsschule

ist eine integriert arbeitende Schule für die Jahrgangsstufen 5-10, die um eine Oberstufe für die Jahrgangsstufen 11-13 erweitert ist. Der Begriff „Schule“ wird bewusst weit gefasst. Über die Vermittlung von notwendigem Wissen, Lern- und Arbeitstechniken hinaus werden soziales und emotionales Lernen in den Schulalltag einbezogen. Dazu bietet eine Ganztagsschule in einem großzügig gegliederten Schulgebäude mit Bibliothek, Mensa und verschiedensten Fachräumen gute Voraussetzungen. In der Mittagspause gibt es Raum und Zeit für viele Gespräche zwischen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, den Freizeitkräften, den Schulsozialpädagogen, den Sekretärinnen, dem Hausmeister und den Eltern.

Zusammenwachsen

Kinder aus verschiedenen Grundschulklassen mit unterschiedlichen Voraussetzungen werden nach dem Wechsel an unsere Schule in ihrer neuen Klasse so begleitet, dass sie möglichst schnell gemeinsam gut lernen können. Sich gegenseitig kennenlernen und akzeptieren, Sicherheit und Selbstvertrauen stärken, über Konflikte reden können und Lösungswege suchen sowie ein gemeinsames fachliches Fundament zu erarbeiten sind daher Schwerpunkte unserer Arbeit zu Beginn des 5. Jahrganges.

Lernen in heterogenen Gruppen

Den unterschiedlichen Fähigkeiten und Kenntnissen der Kinder wird durch innere Differenzierung (Binnendifferenzierung) im Unterricht Rechnung getragen. Dazu einige Beispiele:
– Nach einem gemeinsamen Einstieg in einen neuen Unterrichtsstoff und ersten Übungen werden bei der Festigung und vertiefenden Behandlung unterschiedlich schwierige Aufgaben zur Auswahl gestellt (z.B. Wochenplanarbeit).
– Die Schülerinnen und Schüler werden zum gegenseitigen Erklären und Helfen ermutigt. Die Helfer lernen dabei, sich in die Verständnisprobleme des anderen hineinzuversetzen und sich verständlich auszudrücken. Andere lernen, Hilfe anzunehmen.
– In einigen Fächern bietet das Lernen in kleinen Projektgruppen eine ansprechende Form der Differenzierung, da auch außerunterrichtliche Fähigkeiten gefragt sind.

Angesichts der sich schnell wandelnden Verhältnisse in unserer Arbeitswelt betonen wir frühzeitiges Lernen lernen. Während im 5. und 6. Jahrgang das Lernen, Üben und Anwenden noch überwiegend in der Unterrichtszeit erfolgen (Ausnahme: Vokabeln lernen. Vorbereiten von Klassenarbeiten, Weiterlesen einer Lektüre und Beenden von Übungsaufgaben), nehmen mit zunehmendem Alter Hausaufgaben nach Art und Umfang zu.

Neigung

Die Schülerinnen und Schüler lernen im zweistündigen Unterricht Neigung, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten oder ihre Vorkenntnisse und Fähigkeiten zu vertiefen. Sie können halbjährlich einen Kurs in Sport, Musik, Technik, Basteln, Umweltschutz, Getüfteln, Kochen und Backen, Zirkus o.a. wählen. In den zweijährigen Neigungskursen können besonders interessierte Kinder ihre individuellen Fähigkeiten ausbauen. Die Neigungsangebote tragen zu einem abwechslungsreichen Stundenplan bei, der das Lernen in allen Fächern unterstützt und Schulmüdigkeit abbauen hilft.

Mittagsfreizeit

Sie wird als eine Phase der Geselligkeit und der Freizeitgestaltung genutzt. In jeder Mittagspause sollen die Schülerinnen und Schüler, je nach Klassenstufe, nach dem Essen in der Mensa an einstündigen Angeboten der Mittagsfreizeit teilnehmen.

Klassenratsstunde

Die Gemeinschaftsschule bietet den Schülerinnen und Schülern und den beiden Klassenlehrern durch die zusätzliche Klassenratsstunde die Möglichkeit, in jeder Woche eine Stunde lang aktuelle Fragen außerhalb des Fachunterrichtes zu besprechen und Gesprächsregeln im Klassenrat einzuüben. Sie kann auch für Konzentrations- und Wahrnehmungsübungen sowie für Spiele genutzt werden, die die Teamfähigkeit fördern.

Lernentwicklungsberichte 5-7

Die ausführliche Form von Zeugnissen setzt die Tradition der Grundschule bis zum Jahrgang 7 fort. Viele Eltern und Schülerinnen empfinden die konkreten Beschreibungen der Lernfortschritte und Defizite mit den Vorschlägen zur Verstärkung oder Verhaltensänderung als hilfreich.

Differenzierung nach Neigung und Leistung

Ein neuer Abschnitt beginnt im 7. Schuljahr. Das 1. Wahlpflichtfach wird angeboten, es kann gewählt werden zwischen Techniklehre, Fit for Life, Französisch und Latein. Alle Fächer ermöglichen nach vierjähriger Teilnahme den Übergang in die gymnasiale Oberstufe; die Entscheidung für die Schullaufbahn bleibt also noch offen.
Im 7. Schuljahr setzt außerdem eine Leistungsdifferenzierung auf mindestens zwei Niveaus in dem Fach Englisch und im 8. Jg. auch in Deutsch ein, die bis zum 9. Schuljahr beibehalten wird. Ihrem bisherigen Leistungsstand entsprechend werden die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs in Kursen mit unterschiedlichen Anforderungen unterrichtet. Im 8. Jahrgang wird das Fach Mathematik nicht vier- sondern fünfstündig unterrichtet. Die zusätzliche Stunde wird je nach Bedarf zum Fördern oder Fordern eingesetzt.

Erste Prognosen zur Schullaufbahn

Mit dem zunehmenden Alter geht eine Steigerung der häuslichen Vor- und Nachbereitung des Unterrichtes einher. Erste Prognosen zum Schulabschluss stellt die Lernberichtskonferenz Ende des 7. Schuljahres. Ab Klasse 8 gibt es Notenzeugnisse.

Erweiterung der Wahlpflichtfächer

Die Schülerinnen und Schüler setzen im 9. und 10. Schuljahr ihre individuell eingeschlagenen Lernwege fort und lassen sich bei ihren Wahlentscheidungen von ihren Fähigkeiten, ihrer Leistungsbereitschaft, ihrem angestrebten Schulabschluss und ihren Neigungen leiten. Im zweistündigen Wahlpflichtfach können sie zwischen sehr unterschiedlichen Angeboten wählen: Im Schuljahr 2016/17 gibt es z.B. folgende Angebote: Paläontologie, SUO-Kurs, KulToni (Literatur/Theater). Ein zweistündiger künstlerisch/musischer Wahlbereich bietet Kunst, Musik, Theater und Textiles Werken an.

Oberstufe

In der dreizügigen Oberstufe werden folgende Profile angeboten:

ein naturwissenschaftliches Profil mit dem Profilfach Biologie,

ein ästhetisches Profil mit dem Profilfach Kunst,

ein Sportprofil und ein

gesellschaftswissenschaftliches Profil mit dem Profilfach Wirtschaft/Politik.