Diese eher zynische Aussage konnte am 15.9.2017 wieder einmal weltweit bestätigt werden, denn der allgegenwärtige Plastikmüll treibt durch Flüsse ins Meer, an die Strände und auf den offenen Ozean, wo er sich zu einer riesigen Plastikinsel weiterentwickelt, für die sich kein Land dieser Erde zuständig fühlt.
Viele Schülerinnen und Schüler unserer Schule fühlen sich zuständig, wobei hauptsächlich das Nawi-Profil in Aktion tritt, unterstützt von den a-Klassen (6a, 7a). Kiel nimmt zum vierten Mal an dieser Aktion teil, unsere Schule gerät das dritte Mal in positive Sammelwut.
Den Strand-Müll in diesem Jahr sammelte die 11a/d (Herr Lohmann) mit der 7a (Weinmann/Martin) in Mönkeberg und die 12a (Frau Pohlmann) mit der 6a (Frau Rüter) in Kitzeberg und meldete das Ergebnis an die Kieler Forschungswerkstatt, die an die CAU angeschlossen ist. An diesem Tag wird nicht nur in Kiel gesammelt, sondern in ganz S.-H., in Deutschland , europaweit, weltweit – diese Sammelergebnisse fließen in Washington zusammen.
Als wir gegen 9.00 Uhr den Mönkeberger Strand betraten, sagte eine Schülerin ganz enttäuscht:“ Hier ist ja gar kein Müll, was sollen wir hier denn sammeln.“
Wir konnten sie nach 15 Minuten „Gebüsch-Robben“ beruhigen: Flaschen, Seile, Plastikfußmatten, Tüten, etc. und natürlich Zigarettenkippen- es waren ca. 1200 wurden gezählt. Schließlich kamen 37 kg Plastikmüll zusammen, artenrein sortiert und dann abgewogen. Plastikteile bedrohen Meeressäuger, Fische und letztlich durch das Mikroplastik auch den Menschen, da diese Kleinstteile in unserer Nahrung vorzufinden sind.
Schließlich besuchte uns auch der Mönkeberger Bürgermeister, Herr Heinze, der sich ebenfalls gegen (Plastik-) Müll und für einen sauberen Strand engagiert. Das freut uns immer besonders, da er somit signalisiert: Die Gemeinde findet diese Aktion gut und unterstützenswert.
Herr Weinmann und die 7a fanden auch einen alten LKW-Reifen, den die Klasse mit Herrn Weinmann gerne gehoben hätte, aber….Das wird die Geschichte des nächsten Jahres.
(Mn)