Geschichte der Schule

Die Toni-Jensen-Gemeinschaftsschule war zunächst Grund-, Haupt- und Realschule. In den späten 80er Jahren entstand eine Gesamtschulinitiative, in der sich Bürger und Lokalpolitiker aus Dietrichsdorf für eine Gesamtschule in ihrem Stadtteil stark machten. Es wurde die Vorstellung entwickelt, die Gesamtschule als Stadtteilschule zu etablieren.
Am 28.08.1989 war es dann so weit. Die Toni-Jensen-Gesamtschule wurde eröffnet. Kurios war, dass der erste Schultag wegen Unwetter- und Sturmwarnungen ausfiel. Einen Tag später als geplant startete der Unterricht mit ca. 100 Schülerinnen und Schülern sowie 10 Lehrkräften.
In den folgenden fünf Jahren kamen jedes Jahr ca. 100 Schülerinnen und Schüler sowie 10 Lehrkräfte hinzu.

Bis zu ihrer offiziellen Bestellung im Jahr 1991 leitete Heide Ziefuß die Schule kommissarisch. Nachdem Frau Ziefuß sich im Herbst 2002 in den Ruhestand verabschiedete, übernahm ihr Stellvertreter Volkmar Heller die Leitung kommissarisch. Seit dem 15.9.2004 bis zum Ende des Schuljahres 2014/15 war Peter Swane gewählter Schulleiter. Nun übernahm Jörg Thomas die Stelle als Schulleiter.

1998 wurde erstmals ein Abiturjahrgang von der TJG entlassen. Seit dem Schuljahr (2006/07) ist die Oberstufe dreizügig.

Seit dem Schuljahr 2004/05 wird jährlich eine Integrationsklasse angeboten, in der „normale“ Kinder zusammen mit Kindern mit Handicap lernen.

Zur Zeit unterrichten ca. 70 Kolleginnen und Kollegen ca. 750 Schülerinnen und Schüler.

 

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Unsere Namenspatronin Toni Jensen –
eine Kieler Bildungspolitikerin

Toni Jensen wurde am 25. September 1891 in Tönning/Eiderstedt geboren. Als sie drei Jahre alt war, zog ihre Familie nach Kiel.
Toni Jensen besuchte vier Jahre lang die Volksschule und im Anschluss, für eine Arbeitertochter damals unüblich, die erste Mädchen-Mittelschule in Kiel. Von 1908 bis 1911 lernte sie am Königlichen Lehrerinnen-Seminar auf der Insel Alsen den Lehrerberuf und schloss die Ausbildung mit Berufsexamen ab. Ihre erste Lehrstelle erhielt Toni Jensen in Gelsenkirchen und arbeitete dort bis 1915, nebenbei war sie in der Jugendpflege tätig. Sie kehrte nach 1915 nach Kiel zurück.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten Anfang 1933 verlor die 41-jährige Toni Jensen ihr Mandat und es gab für sie keine Beschäftigung mehr, auch nicht als Lehrerin. 1935 begab sie sich auf eine einjährige Studienreise in die USA und nach England und widmete sich dort dem Bildungssystem.

Sie erteilte den Krieg hindurch und auch die ersten Nachkriegsmonate fremdsprachlichen Privatunterricht bis sie am 6.12.1945 Ratsfrau im Kieler Stadtparlament wurde. Kurz darauf bewarb sie sich als städtische Schulrätin und übernahm am 1. Februar 1946 dieses Amt. Unter ihrer Anleitung begann bereits 1949 der Neubau von drei Schulen, gleichzeitig betrieb sie eine intensive Personalpolitik um den Lehrermangel zu beheben.

Als sie gerade 65 geworden war, wurde Toni Jensen zum 1. Oktober 1956 pensioniert, allerdings fungierte sie bis 1966 als SPD-Ratsherrin. 1970 siedelte sie in ein Seniorenheim um, in dem sie am 20. Oktober 1970 verstarb.

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