Liebe Schulgemeinschaft,

im Zeitraum vom 26. Juni bis zum 1. Juli 2026 finden unsere diesjährigen Projekttage unter dem Thema

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

statt. An diesen vier Tagen (Freitag, Montag, Dienstag, Mittwoch) soll hierbei jeweils von 7.50 Uhr bis 12.40 Uhr mit Schülerinnen und Schülern an Projekten zu diesem Thema gearbeitet werden. 

Am Donnerstag, 02. Juli, werden wir uns unsere Schule auf die Ferien vorbereiten (Klar-Schiff).

Das Gelingen unserer Projektwoche hängt stark von den angebotenen Projekten ab. Da wir uns wünschen, dass die Schülerinnen und Schüler auch 2026 eine möglichst breite Auswahl an Projekten haben, würden wir uns freuen, wenn nicht nur Kolleginnen und Kollegen Projekte durchführen. Auch Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Mitarbeitende des Ganztages sind herzlich aufgerufen, eigene Projekte anzubieten.

Für die Projektwoche 2026 „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ empfehlen wir zur Unterstützung und Ideenfindung: https://www.schule-ohne-rassismus.org/courageshop/

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“: Was bedeutet das?

Demokratie wird nicht nur an der Wahlurne gelebt, sondern auch im Alltag junger Menschen – in Klassenzimmern, auf dem Pausenhof und zunehmend im digitalen Raum. Schülerinnen und Schüler müssen lernen, Medien zu lesen, Inhalte zu hinterfragen. Gleichzeitig können sie nur resilient gegen Hass und Hetze werden, wenn sie genügend Begegnungen und Gespräche im echten Leben haben. Beides kann Schule derzeit aber nicht immer leisten, daher müssen wir uns auf den Weg machen!

Vorläufige Terminplanung für die Schulgemeinschaft:

jetzt Beginn Projektanmeldung – Planung/Organisation der Projekte
19.05.2026 Abgabe Rückmeldebogen zu geplanten Projekten durch Kollegium, Erziehungsberechtigte, Mitarbeitende des Ganztages und Schülerinnen und Schüler
29.05.2026 Aushang/Veröffentlichung der angebotenen Projekte
29.05.2026 bis 09.06.2026 Einwahl in die Projekte
19.06.2026 Bekanntgabe der Schülereinteilung in Projekte
23.06.2026,3. Stunde Vortreffen der Projektgruppen zum Kennenlernen und Erwartungsaustausch (Konkretisierung, Materialien etc.)
26.06. – 11.07.2026 Projektwoche (vier Tage)
26.06.2026 Freitag, Erster Projekttag, von 7.50 Uhr bis 12.40 Uhr
29.06.2026 Montag, Zweiter Projekttag, von 7.50 Uhr bis 12.40 Uhr
30.06.2026 Dienstag, Dritter Projekttag, von 7.50 Uhr bis 12.40 Uhr
01.07.2026 Mittwoch, Vierter Projekttag von 7.50 Uhr bis 12.40 Uhr
02.07. 2026 Klar-Schiff an der Toni, gesonderter Plan
03.07. 2026 Zeugnisausgabe

Allgemeine Informationen für Projektausrichter /Projektausrichterinnen, Erziehungsberechtigte, Schülerinnen, Schüler, Mitarbeitende im Ganztag und das Kollegium:

  • Die Projekte sollen einen zeitlichen Rahmen von 7.50 – 12.40 Uhr pro Tag haben.
  • Schülerinnen und Schüler können auch zu zweit oder zu dritt ein Projekt anbieten, es wird dann
    eine Aufsichtsperson zugeteilt.
  • Erziehungsberechtige brauchen wir u.a. als Aufsichtspersonen, auch hier sind einzelne Tage
    Willkommen.
  • Generell sollten die Projekte jahrgangsübergreifend für alle Altersgruppen konzipiert sein. Im
    Ausnahmefall nennen Sie/nennt ihr bitte Angaben zu Einschränkungen. Bitte nicht nur Projekte für
    ältere Schülerinnen und Schüler.
  • Der 13. Jahrgang ist entlassen. Schülerinnen und Schüler, die unsere Schule ohne Ausbildungsplatz
    verlassen (ESA/MSA) sind Teilnehmende des Projektes „Ich helfe und unterstütze an der TJG“.
  • Die Gruppengröße beträgt ca. 16 Personen pro Projekt. Notwendige Abweichungen sollten die
    Ausnahme sein. Doppelbesetzungen bedeuten eine höhere Anzahl an Teilnehmenden.
  • Kosten für Material oder Ähnliches müssen mit der Schulleitung abgesprochen werden. Fallen
    weitere Kosten an, müssen diese eventuell auf die Projektteilnehmer umgelegt werden. Die
    ungefähren Kosten müssen vorher angegeben werden, damit die Schülerinnen und Schüler dies bei
    der Projektwahl berücksichtigen können.

Als Ansprechperson bei inhaltlichen Schwierigkeiten steht Ihnen/euch Susann Thomsen per IServ
als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Wichtige Vorinformationen zur Planung eines Projektes zum Thema

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Infos unter: https://www.schule-ohne-rassismus.org/courageshop/

Welche Fragen sollte ich bei meiner Projektplanung berücksichtigen?

Ziele:

  • Wie kann ich das Thema „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ auf die Schule/ den Alltag
    beziehen/ übertragen?
  • Wo findet sich das Thema „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in meinem Projekt
    wieder?
  • Welche Aspekte könnten angesprochen werden?
  • Wie können sich Schülerinnen und Schüler einbringen?

Infotext:

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ setzt sich gegen jede Form von Diskriminierung ein. Dazu gehört nicht nur Rassismus, sondern auch Benachteiligung aufgrund von Religion, sozialer Herkunft, Geschlecht, körperlichen Merkmalen, politischer Meinung oder sexueller Orientierung.

Außerdem stellen wir uns gegen alle Ideologien, die die Demokratie gefährden. Der Begriff „Ideologien der Ungleichwertigkeit“ beschreibt Vorstellungen, nach denen manche Menschen mehr wert sein sollen als andere. Dazu gehören zum Beispiel Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Rechtsextremismus oder Islamismus. Obwohl diese Ideologien unterschiedlich sind, haben sie etwas gemeinsam: Sie teilen Menschen nach bestimmten Merkmalen ein und stellen einige Gruppen über andere. So versuchen sie, Diskriminierung zu rechtfertigen.

Ein wichtiges Gegenbeispiel ist Inklusion. Sie bedeutet, Verschiedenheit als Teil menschlicher Vielfalt zu verstehen und allen Menschen mit Respekt und Anerkennung zu begegnen. Diese Haltung sollte auch an unserer Schule gelebt werden. Gerade in der Schule wird sichtbar, wie stark Ableismus in unserer Gesellschaft verbreitet ist. Ableismus bezeichnet die Abwertung und Benachteiligung von Menschen mit Behinderung, chronischen Erkrankungen oder körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen. Dabei werden Menschen oft nur nach ihrer Leistungsfähigkeit oder körperlichen Funktion bewertet und als „weniger wert“ angesehen, wenn sie von einer angenommenen Norm abweichen. In der Schule spielt Leistung eine große Rolle. Häufig gibt es dabei eine sehr enge Vorstellung davon, was als gute Leistung gilt und was für die Gemeinschaft wertvoll ist. Ableismus (aus dem Englischen ableism, von able = fähig) betrifft jedoch nicht nur die Schule, sondern viele Lebensbereiche, zum Beispiel Familie und Freundschaften, Bildung und Arbeit. Auch in Literatur und Medien, in Wissenschaft, Medizin, Politik oder Architektur kann er eine Rolle spielen. Trotzdem gibt es viele positive Beispiele, die zeigen, dass unterschiedliche Körper und Fähigkeiten anerkannt und wertgeschätzt werden können. Wenn Menschen verschieden sind und ihre Fähigkeiten einbringen, entstehen oft kreative und gute Lösungen. So bleibt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nah an den Erfahrungen und am Alltag von Kindern und Jugendlichen.
https://www.schule-ohne-rassismus.org/themen/

Susann Thomsen