Am Donnerstag, den 07.05.2026 sind wir Stolpersteine putzen gegangen. Dabei haben wir verschiedene Steine von unterschiedlichen Familien gereinigt und mehr über deren Schicksale erfahren.
Einige Stolpersteine
lagen im Knooper Weg. Dort erinnerten wir uns zum Beispiel an Dora Hirsch. Sie galt als verschollen, nachdem sie nach Riga deportiert worden war. Dora Hirsch besaß gemeinsam mit einem Mitinhaber ein Geschäft. In einer Nacht wurde ihr Laden von nationalsozialistischen Truppen zerstört, weil sie Jüdin war. Später wurde sie im Alter von 78 Jahren unter unmenschlichen Bedingungen nach Riga gebracht.

Ein paar Häuser weiter befanden sich die Stolpersteine der Familie Metzger, die im Knooper Weg 48a lebte. Die jüdische Familie wohnte vermutlich aus wirtschaftlichen Gründen in Kiel. Isaak Metzger wurde nach Polen verschleppt und gilt seitdem als verschollen. Die Mutter wurde mit ihren drei Kindern in ein sogenanntes „Judenhaus“ nach Leipzig gebracht, wo sie Zwangsarbeit leisten mussten. Am 10. Mai 1942 wurden sie nach Polen deportiert. Von dort aus wurden viele jüdische Menschen in Vernichtungslager gebracht und ermordet. Wie genau die Familie ums Leben kam, ist heute nicht bekannt.
I
m Knooper Weg 140 befindet sich außerdem der Stolperstein der Holländerin Ida Nagel. Über ihr Leben ist nur wenig bekannt. Vermutlich hatte sie ein Kind. Sie sollte 1942 in ein Konzentrationslager gebracht werden. Bevor es dazu kam, nahm sie sich jedoch das Leben.
Weitere Stolpersteine haben wir auch im Kronshagener Weg geputzt.
Wir fanden den Ausflug sehr interessant und wichtig, weil wir an diese schreckliche Zeit in Deutschland erinnern müssen, damit sie niemals vergessen wird. Es war ein besonderes Gefühl, die Stolpersteine der Familien zu putzen und so an die Opfer zu erinnern.
